Regelmäßige Pflege

Reinigungstipps für Hausgeräte

Wie lange Ihre Hausgeräte funktionieren, liegt auch in Ihrer Hand.

Nicht nur Ihr Auto bedarf einer regelmäßigen Pflege, um den Wert zu erhalten und die Lebenszeit zu erhöhen. Was dort der Ölwechsel ist, könnte bei der Waschmaschine die Reinigung des Flusensiebes sein. Mit wenigen Handgriffen können Sie also erstaunliche Wirkung erzielen – welche das sind, verraten wir Ihnen hier.

Reinigung & Pflege

Reinigungstipps von A bis Z

Backofen-Reinigung

Das Reinigen eines modernen Backofens ist um vieles einfacher geworden. Sofern das Gerät nicht sogar eigene Reinigungsprogramme mitbringt, hat sich doch zumindest bei der Beschichtung des Innenraumes viel getan. Durch die Emaillierung, die nur wenige Poren hat, in denen sich Rückstände ablagern oder einbrennen könnten, wird schon das Auswischen deutlich erleichtert.

  • Reinigung außen:
    Einbaubacköfen sind ein optisches Highlight jeder modernen Küche. (Bild: Siemens)
    Da die meisten Verschmutzungen im Inneren auftreten sollten, reicht in der Regel für die Außenreinigung ein feuchtes Tuch. Eventuell können Sie es auch mit ein paar Tropfen Geschirrspülmittel oder Universalreiniger versuchen, was vor allem bei nicht eingebrannten Fettspritzern gut wirkt. Sie sollten auf jeden Fall auf scharfe und vor allem scheuernde Reinigungsmittel verzichten, wenn Sie nicht verschmutzte durch stumpfe bzw. matte Stellen ersetzen wollen. Polieren Sie stattdessen einfach mit einem trockenen Tuch die gereinigten Stellen nach.
  • Reinigung der Glasfront:
    Glasfronten am Herd oder Backofen lassen sich reinigen wie jede andere Glas- oder Fensterfläche im Haushalt. Nehmen Sie etwas Fensterreiniger und reinigen Sie die Scheiben mit wenig Druck in gleichmäßigen Bewegungen. Am besten eignen sich dazu Mikrofaser- oder fusselfreie, weiche Fenstertücher.
  • Reinigung der Dichtungen:
    Vielfach lassen sich die Türen der Geräte aushängen, so dass eine Reinigung der Dichtung gerade in der ansonsten kaum zugänglichen Gelenkfuge mühelos möglich ist. Noch leichter ist es, wenn sich die Dichtungen abziehen lassen, um dann in einer milden Seifenlauge gründlich eingeweicht und gereinigt zu werden.
  • Reinigung des Zubehörs:
    In der gleichen Seifenlauge lassen sich auch alle Zubehörteile reinigen. Eingeweicht lassen sich die meisten Verschmutzungen dann ganz leicht mit einem Spülschwamm oder der Bürste entfernen. Wenn Sie ein Gerät mit Selbstreinigungssystem haben, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Teile extrem hitzebeständig sein müssen, wenn Sie diese gleichzeitig im Innenraum mitreinigen lassen wollen.

Grundsätzlich gilt: hartnäckige Verschmutzungen vermeiden Sie durch eine rechtzeitige Reinigung. Ist der Schmutz erst eingebrannt, gestaltet sich dessen Beseitigung ungleich mühsamer.

Bügeleisen-Reinigung

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn im Laufe der die Sohle Ihres Bügeleisens stumpf wird. Die Gründe dafür sind feine Textilfasern, Kalk aus dem Wasserdampfstoß oder auch chemischen Bügelhilfen, die sich in die Laufsohle einbrennen. Auf keinen Fall sollten Sie jetzt kratzen, schaben oder scheuern, denn so beschädigen Sie die die empfindliche Versiegelung nur.

Reduzieren Sie stattdessen schon im Vorfeld mögliche Ursachen. Entkalken Sie Ihr Bügeleisen regelmäßig und vergessen Sie dabei auch nicht die Wasserdüsen. Behandeln Sie diese mit einem in Essig getränktes Wattestäbchen und lassen Sie den Essig etwas wirken. Danach sollten sich etwaige Verkalkungen ausklopfen oder mit einem Holz-Zahnstocher leicht lösen lassen.

Leichter haben Sie es bei einem Gerät mit einer Entkalkungskassette. Diese übernimmt das Enthärten des Wassers für Sie, so dass Verkalkungen erst gar nicht oder nur sehr geringfügig entstehen können.

Tipp: Wenn Sie einen Kondens-Wäschetrockner haben, können Sie dieses Wasser hervorragend zum Dampfbügeln weiterverwenden. Es ist entmineralisiert und hinterlässt deswegen keine Kalkrückstände im und am Gerät.

Verschmutzungen der Gleitsohle können Sie beseitigen, indem Sie sie vorsichtig mit Zahnpasta oder Metallpolitur bearbeiten. Sollten durch zu hohe Temperaturen Kunstfasern unter dem Gerät kleben, heizen Sie das Bügeleisen vorsichtig auf und fahren damit über ein feuchtes, grobes Tuch oder etwas Küchenkrepp.

Reinigungstipp für Lüftungsgeräte / Dunstabzughauben

Dass eine Dunstabzugshaube regelmäßig gereinigt werden muss, erschließt sich schon aus ihrem Verwendungszweck: sie soll die Luft von Verschmutzungen reinigen. Diese Verschmutzungen und Fette landen im Filter – und zwar so lange, bis Sie den Filter wechseln oder reinigen. Ist der Filter derart verschmutzt, dass keine Luft mehr durchgeführt werden kann, sind sie wirkungslos und erhöhen im Gegenteil das Risiko eines Überhitzens und dadurch im schlimmsten Falle eines Brandes.

Es gibt verschiedene Modelle: filterlose Abluftgeräte, die den Luftstrom ungefiltert nach außen leiten, Umluftgeräte mit Einweg- und Umluftgeräte mit Mehrwegfilter. Entsprechend unterschiedlich fällt deren Reinigung aus.

Filterlose Geräte sollten vierteljährlich gereingt werden. Sie erreichen das Lüfterrad, indem Sie den Gehäusedeckel abnehmen. Arbeiten Sie hier ohne scharfe Reinigungsmittel, sondern putzen Sie den Schmutz nach Möglichkeit nur mit einem trocknen oder maximal feuchten Tuch ab.

  • Filterwechsel bei Abluftmodellen:
    Abluftmodelle leiten die Raumluft nach draußen. Sie besitzen in der Regel ein einfaches Filtersystem, das die Fette und Schwebstoffe in der Luft in einem Ein- oder Mehrwegfilter auffängt. Diese sollten mindestens ein Mal pro Quartal gewechselt bzw. gereinigt werden. Für die Reinigung öffnen Sie die Schrauben oder Haltevorrichtungen auf der Unterseite und entnehmen den Filter aus dem Gitter. Einen Einwegfilter ersetzen Sie durch ein neues Fleece, einen Mehrwegfilter waschen Sie in warmem Seifenwasser aus und lassen ihn anschließend waagerecht liegend trocknen.
  • Filterwechsel bei Umluftmodellen:
    Den Filter wechseln bzw. reinigen Sie wie bei einem Abluftmodell. Zusätzlich verfügen eigentlich alle Umluftvarianten aber auch über einen Aktivkohlefilter, der die von Schwebstoffen befreite Luft auch bei den Gerüchen neutralisiert. Dadurch, dass die Luft bei den meisten Modellen nach oben wieder abgegeben wird, ist entsprechend auch der Aktivkohlefilter dort zu finden und in der Regel über die Oberseite zugänglich. Bei dieser Art Filter ist ein Austausch alle 1-2 Jahre aureichend..

Denken Sie wie immer daran, vor dem Wechsel oder der Reinigung den Netzstecker zu ziehen.

Reinigungstipp für Edelstahl

Der Vorteil von Edelstahloberflächen ist, dass sie robust, pflegeleicht und deswegen extrem lange haltbar sind – wenn man sich an oberflächlichen Kratzern oder Flecken nicht stört. Zwar sind diese auch durch eine sachgemäße Behandlung vermeidbar, aber wir sagen Ihnen, was Sie im Falle eines Falles tun können.

Mit farbloser Autopolitur können Sie die meisten Flecken oder kleineren Kratzer genauso wegpolieren, wie Sie es vom Fahrzeug kennen. Wichtig ist nur, dass Sie wirkliche farblose Politur nehmen – ansonsten erstrahlt die Fläche plötzlich in Wagenfarbe!

Wer keine Autopolitur zur Hand hat, dem kann auch ein altes Hausmittel helfen: vermischen Sie Schmierseife und Schlämmkreide im Verhältnis 1:1 und polieren Sie mit dieser Paste die betroffenen, angfeuchteten Stellen ein. Polieren Sie anschließend mit einem sauberen, weichen Tuch nach, und alles sieht wieder wie neu aus.

Wenn Sie Schlämmkreide und Essig mischen, lässt sich damit wunderbar ein Edelstahlwaschbecken von Flecken und Kalkrückständen befreieden. Vergessen Sie aber nicht, anschließend gut nachzuspülen und das Becken dann trockenzupolieren.

Reinigungstipps für Kochmulden

Reinigen Sie die Kochstellen immer im ausgekühlten Zustand. Wenn Sie für die Reinigung Hitze brauchen, reicht dafür ein kurzes Anheizen auf niedrigster Stufe.

Metallgussplatten

Die klassischen Metallgussplatten sind robuster als moderne Glaskeramik-Kochfelder, und vertragen deswegen auch eine handfestere Reinigung. Stärkeren Verschmutzungen dürfen Sie auch gern mal mit der Scheuerseite des Schwammes zu Leibe rücken. Die Mulde und die Anschlussringe reinigen Sie mit einem Edelstahlreiniger. Entfernen Sie Reinigerreste, wärmen Sie die Platte dann leicht auf und tragen dann etwas Kochplatten-Pflegemittel auf die Platten auf.

Wahre Wunder wirkt auch wieder die Allzweckwaffe gegen Eingberanntes: Backpulver. Rückstände in den Rillen der Platten lassen sich nur schwer entfernen. Streuen Sie stattdessen einfach etwas Backpulver auf die leicht angewärmte Platte und verteilen es sorgfältig mit einem Schwamm. Lassen Sie es einige Zeit einwirken, stellen Sie dann die Platten ab und wischen das Backpulver ab, sobald die Platten erkaltet sind.

Ein Geheimtipp für stark verschmutzte Platten: polieren Sie diese mal mit etwas zerknüllter Alufolie. Sie werden überrascht sein!

Gaskochmulden

Die Reinigung einer Gaskochmulde unterscheidet sich kaum von der einer Elektrokochmulde. Wichtig ist nur: drehen Sie unbedingt vorher die Gaszufuhr ab!

Nehmen Sie erst das Topfgitter und dann die Brennerkappen ab, und weichen Sie diese in warmem Spülwasser ein. Die Verschmutzungen entfernen Sie entweder mit der rauen Seite des Spülschwammes oder auch mit Stahlwolle. Während des Trocknens dieser Teile können Sie sich der Oberfläche der Mulde widmen, und diese mit einem weichen Tuch reinigen. Sobald die Teile trocken sind, setzen Sie erst die Brennerkappen (achten Sie unbedingt darauf, dass diese richtig aufsitzen!) und danach das Gitter wieder auf.

Reinigungstipp für Entsafter

Die Reinigung von Saftpressen und Entsaftern ist ein Kinderspiel, wenn Sie die klebrigen Rückstände nicht erst antrocknen lassen, sondern direkt nach dem Gebrauch gründlich ausspülen. Alternativ können Sie die betroffenen Teile auch in die Spülmaschine geben.

Reinigungstipps für Geschirrspülmaschinen

Durch die Spülvorgänge wird der Innenraum eines Geschirrspülers eigentlich von selbst sauber gehalten. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass der Ablauf nicht verstopft und immer frei von Nahrungs- und Spülmittelrückständen ist. Damit diese Reste nicht in die empfindliche Mechanik der Geräte gelangen können, haben viele Maschinen eine Kombination aus drei Sieben: dem Grobsieb, dem Feinsieb und dem Mikrofeinsieb.

Die meisten Reste werden sich im Grobsieb fangen. Dieses sollten Sie deswegen nach jedem Spülgang, mindestens aber ein Mal pro Woche ausleeren und säubern. Lösen Sie es dazu aus den Klemmen und setzen es anschließend wieder ein, bis Sie das Einrasten spüren.

Fein- und Mikrofeinsieb bilden meistens eine Einheit. Zum Reinigen müssen Sie erst das Mikrofeinsieb gegen den Uhrzeigersinn drehen, und können dann beide Siebe entnehmen. Reinigen Sie sie gründlich und setzen sie beide wieder zusammen und dann in die Maschine ein. Zum Verriegeln drehen Sie das Mikrofeinsieb dieses mal im Uhrzeigersinn.

Wichtig: Spülen Sie nie ohne die Siebe! Die Siebe stellen sicher, dass Rückstände nicht ins Maschineninnere gelangen und dort Schaden anrichten.

Einige Modelle lassen auch eine Reinigung des Spül- bzw. Sprüharms zu. Schauen Sie dazu am besten in die Betriebsanleitung Ihres Gerätes. Nehmen Sie den Arm vorsichtig ab und spülen Sie ihn in warmem Wasser aus. Geben Sie eventuell etwas Essig oder Spülmittel dazu, um Kalk oder andere Rückstände zu entfernen. Danach setzen Sie den Arm wieder auf die Achse.

Außenreinigung:

Die Front, der Innenrahmen und vor allem die Dichtungen müssen von Hand gereinigt werden. Vermeiden Sie hier unbedingt scharfe, das Material zersetzende Mittel! Für Holzfronten reicht ein einfaches, feuchtes Fensterleder, alle anderen Fronten reinigen Sie einfach mit einem feuchten Tuch. Und noch einmal die Warnung: verwenden Sie keine salmiakhaltigen Reiniger oder Nitro-/Kunstharzverdünnung, da diese das Material angreifen und die Dichtungen zerfressen können!

Reinigungstipps für Glaskeramik-Kochfelder

Reinigen Sie das Kochfeld jedes Mal, wenn es nach der Benutzung abgekühlt ist. Nutzen Sie dazu einfach etwas Wasser oder speziellen Reiniger für Glaskeramik-Kochflächen, niemals aber scheuernde Reiniger oder raue Schwämme.

Noch weniger Mühe haben Sie mit einem Induktionskochfeld. Dadurch, dass die zum Kochen und Braten notwendige Hitze nur im Boden des Kochgefäßes erzeugt wird, gibt es kein Anbrennen auf der Kochstelle selbst mehr. Selbst überkochende Milch lässt sich einfach abwischen. Vor allem dann, wenn das Kochfeld nahtlos eingesetzt wurde, ist ein Induktionskochfeld binnen Sekunden wieder sauber.

Weniger angenehm sind solche Unfälle bei Kochfeldern ohne Induktion, denn hier brennt Überlaufendes sofort an und hinterlässt neben unangenehmen Gerüchen meist auch hässliche Flecken. Da die meisten Reiniger (selbst einige Geschirrspülmittel) blaue Verfärbungen im Glas verursachen können, empfiehlt sich der sofortige Einsatz eines speziellen Schabers für Glaskeramik-Kochfelder. Die meist rasiermesserscharfe Klinge löst Verunreinigungen, ohne die empfindliche Oberfläche zu verletzen. Der Griff dieses Schabers ist meist hoch genug, dass Sie die Verunreinigungen sofort und im eingeschalteten Zustand entfernen können. Besonders bei Zucker oder zuckerhaltigen Flüssigkeiten muss das sofort gestehen, da sich die extrem heiße, karamellisierende Masse sonst fest in die Oberfläche einbrennen könnte.

Kalkränder können Sie sorgenfrei mit etwas Essig oder Essigwasser entfernen.

Der Vorteil des Materials ist aber auch sein Nachteil: setzen Sie Töpfe und Pfannen nicht zu schwungvoll auf die Kochstelle auf und achten Sie vor allem darauf, dass nichts Schweres darauf fällt. Denn sobald das Glas gesprungen ist, sollten Sie nicht mehr darauf kochen, da durch den Riss Dreck und Essensreste in das Innere eindringen und für erhebliche Schäden sorgen können. Lassen Sie stattdessen das Glas lieber von einem Fachmann austauschen.

Kalkränder von übergekochtem Wasser können mit Essig entfernt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Töpfe oder andere schwere Gegenstände auf das Kochfeld fallen, da das Material leicht Sprünge und Risse bekommt. Niemals auf einem Kochfeld mit gesprungener Oberfläche kochen, es muss von einem Fachmann durch ein neues Feld ersetzt werden.

Reinigungstipp für die Kaffeemaschine

Ein untrügliches Zeichen dafür, dass Ihre Kaffeemaschine dringend entkalkt werden sollte, müssen nicht erst kleine Kalkinseln sein, die auf Ihrem Kaffee schwimmen. Eine Verkalkung der Maschine deutet sich schon dadurch an, dass das Brühen deutlich länger dauert. Hier sind die Heizstäbe dann schon so verkalkt, dass die Kalkschicht isolierend wirkt und die Hitze nicht mehr direkt an das Wasser abgegeben werden kann. Das ist nicht nur zeit- und energieraubend, sondern sogar richtig gefährlich, weil die Heizstäbe im wahrsten Sinne des Wortes durchbrennen und die Maschine in Brand setzen können.

Das Entkalken der Maschine kann entweder mit Essig, Essigessenz oder im Handel erhältlichen Reiniger erfolgen. Meistens reicht es, den Wassertank komplett zu füllen, anschließend den Entkalker dazu zu geben und dann einen Brühvorgang zu starten, als wolle man einen Kaffee zubereiten – nur ohne Pulver. Anschließend sollten Sie unbedingt mindestens einen weiteren Brühvorgang mit klarem Wasser ohne Pulver durchlaufen lassen, um auch die letzten Rückstände des Entkalkers zu entfernen.

Reinigungstipp für alte Küchengeräte

Bei der Außenreinigung von Küchengeräten bekommt man Hilfe aus dem eigenen Küchenteam: vermischen Sie flüssiges Spülmittel mit etwas Geschirrspülmaschinenpulver und behandeln Sie damit die unansehnlichen Stellen von alten Mixern, Kaffeemaschinen oder allem anderen, was mit der Zeit einen unschönen Schmierfilm auf der Oberfläche angesetzt hat. Das Spülmaschinenpulver ist greift diese Stellen sofort an und bindet Schmutz und Fette.

Tragen Sie dabei aber unbedingt Gummihandschuhe, da Spülmaschinen-Pulver extrem konzentriert und somit äußerst aggressiv ist. Vermeiden Sie also direkten Haut- und vor allem Augenkontakt!

Reinigungstipp für Küchenschränke und Möbel

Davon, dass die Schrankoberseiten eher unsichtbar sind, sind sie aber nicht auch immun gegen Schmutz. Ganz im Gegenteil lagert sich hier meist ein unappetitlicher Schmierfilm aus dem Fett der Kochdämpfe und dem normalen Hausstaub ab. Nicht von ungefähr dekorieren clevere Hausfrauen deswegen die Oberflächen mit alten Zeitungen, die nach einiger Zeit einfach ausgetauscht und weggeworfen werden können.

Zur Grundreinigung lassen sich diese Flächen mit einer Mischung aus Wasser und Essig oder Schmierseife reinigen. Mit der gleichen Mischung sollten Sie auch mindestens ein Mal pro Jahr das Schrankinnere reinigen und selten benutzten Gegenständen einen Spülgang in der Spülmaschine gönnen.

Reinigungstipp für den Kühlschrank

Das A und O bei einem Kühlschrank sind intakte und somit saubere Dichtungen. Nur so kann die Kälte innen und die feucht-wärmere Raumluft draußen gehalten werden. Sind diese Dichtungen brüchig, oder lagern sich Nahrungsmittelriste darin ab, schließen die Dichtungen nicht mehr bündig und der Kühlschrank verliert einen Teil seiner Wirkung. Das macht sich nicht nur darin bemerkbar, dass die eingelagerten Lebensmittel schneller verderben, sondern auch dadurch, dass die Pausen zwischen Kühlintervallen immer kürzer werden. So werden Sie schnell zum Premiumkunden bei Ihrem Stromversorger. Reinigen Sie deswegen regelmäßig die Dichtungen mit einer milden Lauge und reiben Sie sie anschließend mit etwas Talkumpuder ein. Das verhindert das Anhaften am Gehäuse und hält das Gummi geschmeidig.

Ältere oder preiswertere Geräte haben der Regel noch keine Abtauautomatik. Achten Sie bei diesen Geräten darauf, dass die Eisbildung im Gefrierfach nie eine Dicke von 1 cm überschreitet. Denn sonst kühlen Sie nur noch die Eisschicht, nicht aber die Lebensmittel. Bildet sich sogar schon im Kühlraum eine Eisschicht, dann wissen Sie, dass es höchste Zeit zum Abtauen ist – und anschließend die Kühlstufe getrost etwas nach oben drehen können.

Zum Abtauen wird das Gerät abgeschaltet und alle Lebensmittel ausgeräumt. Nutzen Sie die Zeit, um alle herausnehmbare Teile aus dem Gerät zu nehmen und gründlich abzuwaschen. Widmen Sie sich anschließend den Dichtungen wie oben beschrieben.

Benutzen Sie beim Entfernen der Eisschicht niemals Metallgegenstände als Eiskratzer oder Hebel, da diese den Kälte erzeugenden Verdampfer beschädigen könnten. Stattdessen sollten Sie lieber einen Topf mit heißem Wasser auf einem Handtuch in das Gefrierfach stellen. Das Wasser beschleunigt das Abtauen, das Handtuch saugt Tropfwasser auf. Mit einem Kunststoffspachtel oder notfalls auch dem Pfannenwender aus Kunststoff können Sie das Gefrierfach dann binnen kurzer Zeit komplett vom Eis befreien.

Waschen Sie dann alle Innenflächen sorgfältig erst mit einer lauwarmen, milden Seifenlauge ab und anschließend mit klarem Wasser nach. Dann wischen Sie die Flächen unbedingt trocken, da jede Feuchtigkeit nur die neuerliche Eisbildung beschleunigt. Setzen Sie das Zubehör wieder ein, schalten Sie das Gerät an und räumen die Lebensmittel wieder in den Kühlschrank. Dann sollten Sie ein halbe Stunde mit dem nächsten Öffnen warten, damit das Gerät im Innern wieder die gewünschte Kühltemperatur erreichen kann.

Die besseren Geräte mit Abtauautomatik nehmen Ihnen einen Großteil dieser Arbeit ab. Stattdessen müssen Sie hier unbedingt darauf achten, dass die Wasserablaufleiste an der inneren Rückwand immer frei und sauber ist. Besonders der Ablauf selbst darf nicht verstopft sein, wenn Sie nicht Ihren Salat plötzlich im unappetitlichen Kondenswasser wiederfinden wollen. Sollte der Ablauf einmal verstopft sein, können Sie dies meist mit einem dünnen Draht vorsichtig lösen. Auch ein Zahnstocher oder der Plastikstiel eines Lutschers sollte hier Erfolg bringen. Gießen Sie anschließend etwas heißes Wasser nach, um letzte Reste aufzulösen. Und wenn Sie sich schon immer gefragt haben, wo dieses Wasser denn landet: keine Angst, es wird in einem Auffangbehälter außen am Gerät gesammelt, der sich in unmittelbarer Nähe zum Kondensator befindet und durch die dort entstehende Wärme das Wasser in kurzer Zeit verdampfen lässt.

Unser Tipp: Gerüche verschwinden aus dem Kühlschrank, wenn Sie die Flächen (und auch die Auffangrinne und -schale) mit in Wasser aufgelöstem Natriumbicarbonat reinigen. Geben Sie anschließend etwas von der Lauge auf einen Teller und lassen diesen über Nacht im Kühlschrank stehen. Danach sollte der Kühlschrank wieder geruchsneutral sein. Natriumbicarbonat finden Sie zum Beispiel in Backpulver. Einen ähnlichen neutralisierenden Effekt hat übrigens auch Milch.

Reinigungstipp für Mikrowellengeräte

Scharfe Reiniger und scheuernde Mittel haben in einer Mikrowelle ebenso wenig zu suchen wie Scheuerschwamm, Stahlwolle oder gar Backofenspray. Auch wenn der Innenraum stark verschmutzt ist, sollte nur mit milden Reinigern und weichen Schwämmen oder Tüchern agiert werden, um die empfindliche, reflektierende Beschichtung nicht zu verletzen.

Hartnäckige Verkrustungen lassen sich dadurch auflösen, dass Sie eine Tasse Wasser mit ordentlich Zitronensaft in der Mikrowelle kochen lassen. Der Wasserdampf weicht die Verschmutzungen auf, die Zitronensäure darin erledigt den Rest. Wischen Sie den Innenraum danach mit einem weichen Tuch oder auch nur Küchenkrepp trocken. Durch die Zitronendämpfe riecht es anschließend außerdem wieder schön frisch darin.

Übrigens: Solche Verschmutzungen lassen sich vermeiden, wenn Sie die zu erhitzenden Speisen und Getränke einfach mit einem Teller oder einer Plastikhaube abdecken.

Reinigungstipp für Staubsauger

Staubsauger sind relativ anspruchslos in der Pflege. In der Regel reicht es völlig aus, den Staubfilter gelegentlich auszuschlagen und den Staubbeutel regelmäßig zu wechseln. Dadurch behalten Sie vor allem eine beständig gute Saugkraft, da ein verstopfter Filter hier enorm ins Gewicht fällt.

Nach jedem Saugen sollten Sie außerdem die Fussel und Flusen aus der Bodenbürste entfernen, um diese nicht beim nächsten Benutzen erst wieder zu verteilen.

Reinigungstipp für Thermoskannen

Backpulver, das Zaubermittel für alle Reinigungen. Geben Sie einfach etwas davon in Ihre Thermoskanne und gießen Sie es mit heißem Wasser auf. Lassen Sie das Ganze etwas einwirken, gießen dann alles aus und spülen mit klarem Wasser ordentlich nach.

Lassen Sie die Flasche dann unverschlossen, am besten mit der Öffnung nach unten austrocknen.

Reinigungstipps für Wäschetrockner

Ein Wäschetrockner funktioniert im Grunde genommen wie ein Haartrockner: Luft wird angesogen, erhitzt und durch die Wäsche geleitet, wobei deren Feuchtigkeit langsam verdunstet. Somit erklärt sich auch, dass der Luftzirkulation eine besondere Bedeutung zukommt.

Säubern Sie also regelmäßig, am besten nach jedem Trockenvorgang, das Flusensieb Ihres Wäschetrockners. Ziehen Sie dazu das Sieb aus dem Schacht und entfernen die darin gesammelten Fasern und Flusen. Wenn Sie besonders gründlich sein wollen, können Sie auch mit einer langstieligen Bürste die Innenseite des Siebschachtes reinigen. Gleiches gilt für die Luftschlitze in der Türöffnung. Außerdem befinden sich auch hier in der Regel Filter, die regelmäßig gereinigt werden sollten.

Besonderheiten beim Ablufttrockner

Ein Ablufttrockner führt die feuchte Luft durch einen Schlauch nach draußen. Zwei Mal im Jahr sollten Sie deswegen den Schlauch von der Maueröffnung lösen und von den gesammelten Flusen befreien. Dazu könnten Sie sogar einen Staubsauger nehmen, wenn Sie diesen auf niedrigste Stufe stellen. Bürsten Sie außerdem den Mauerdurchgang aus und kontrollieren Sie dabei, ob das Außengitter noch intakt ist.

Besonderheiten beim Kondenstrockner

Anders als beim Ablufttrockner wird beim Kondenstrockner der Luft erst wieder die Feuchtigkeit entzogen, bevor sie wieder in den Raum abgegeben wird. Das Wasser wird dabei in einem separaten Kondensbehälter, ähnlich der Waschmittelschublade einer Waschmaschine, aufgefangen. Dieser muss nach jedem Trocknungsvorgang geleert werden.

Das Kondenswasser müssen Sie übrigens nicht immer weggießen. Es ist entmineralisiert und bringt dadurch die besten Voraussetzungen mit, um im Dampfbügeleisen weiterverwendet zu werden.

Reinigungstipps für Waschmaschinen

Von Zeit zu Zeit sollten Sie den Einspülkasten, also die Schublade, in die Sie das Waschmittel geben, gründlich von Ablagerungen reinigen. Gerade in den Ecken und Kanten verkrusten sich gern Waschmittelrückstände, die Sie mit einer Spülbürste entfernen können. Waschmittel, das nicht in der Schublade gelandet ist, sollte immer sofort abgewischt werden, um zu vermeiden, dass die aggressiven Substanzen unverdünnt das Material angreifen.

Moderne Waschtrommeln aus Edelstahl sind rostfrei. Bei älteren Modellen kann es durch eisenhaltiges Wasser oder eisenhaltige Fremdkörper (z.B. den Knöpfen einer Jeanshose) zu Rostflecken kommen. Diese entfernen Sie am leichtesten mit einem flüssigen Scheuermittel. Kalkflecken deuten auf eine falsche Dosierung des Waschmittels oder zu hartes Wasser hin. Flusen dagegen sind völlig normal, da diese durch Abrieb an der Waschtrommel während der Waschrotationen entstehen. Entfernen Sie diese deswegen regelmäßig aus dem Flusensieb.

Wer etwas mehr Zeit aufwenden und seiner Maschine etwas mehr Zuwendung schenken möchte, kann auch die Siebe im Zulaufschlauch reinigen. Hier sammeln sich auf die Dauern gern Kalkablagerungen ab, die mit der Zeit den Durchfluss erheblich mindern können. Vergessen Sie aber nicht, vorher den Zulauf zu zu drehen und beim Lösen der Überwurfmutter einen kleinen Eimer darunter zu halten, da sich im Schlauch immer noch Wasser befindet. Das Sieb können Sie dann unter klarem Wasser ausspülen oder in etwas Essig baden. Das ist auch ein guter Zeitpunkt, die Dichtungen auszutauschen – ein kompletter Dichtungssatz kostet nur ein paar Euro und bietet wieder langfristigen Schutz vor auslaufendem Wasser.

Zuletzt prüfen Sie, ob der Schlauch noch flexibel und das Materiel nicht ermüdet und brüchig ist. Falls das doch so ist, sollten Sie unbedingt den Schlauch austauschen, da die Schlauche zwar mehrwandig sind, bei einer gerissenen Außenhülle aber das Wasser ungehindert auslaufen könnte.

Tropfende Wasserhähne

Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, sollten Sie die Wasserzufuhr durch das Absperrventil unterbrechen. Meist finden Sie es direkt unterhalb des Waschbeckens. Alternativ können Sie natürlich auch das Hauptventil zudrehen.

Um an den Ventileinsatz zu gelangen, müssen Sie zuerst den Griff vom Ventil abnehmen. Entfernen Sie die Schutzkappe und lösen Sie dann die darunter liegende Ventilmutter. Je nach Konstruktion können Sie hier mit einem Schraubenschlüssel oder einer Rohrzange arbeiten. Achten Sie aber darauf, dass Sie das Metall dabei nicht beschädigen. Nach dem Lösen können Sie das Ventil herausnehmen. Säubern Sie das Ventil und ersetzen dabei auch unbedingt die Dichtung.

Sollte sich vorne das Sieb der Mischdüse verkalkt haben, lösen Sie es vorsichtig mit einem Schraubenschlüssel und nehmen es dann ab. Unser Tipp: wenn die Verkalkungen schon so weit fortgeschritten sind, dass sich die Düse nicht ohne Beschädigungen abdrehen ließen, schneiden Sie den Finger eines alten Gummihandschuhs ab, füllen Sie diesen mit etwas Essig und stülpen ihn über das vordere Stück des Wasserhahns. Fixieren Sie das Ganze notfalls auch mit einem Gummiband oder etwas Klebeband. So lösen Sie auch die äußeren Verkalkungen problemlos.

Reinigungstipp für Wasserkocher

Ein Blick in Ihren Wasserkocher genügt um festzustellen, ob es wieder Zeit für eine Reinigung wird. Denn je dicker die Kalkschicht ist, desto länger dauert es, die Hitze an das Wasser abzugeben. Das kann im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass sich der Wasserkocher selbst abschaltet, ohne dass das Wasser heiß geworden ist.

Das Entkalken ist nur eine Sache von wenigen Handgriffen. Verwenden Sie dazu entweder zitronensäurehaltigen Kalkreiniger oder einfach etwas Essig oder noch besser Essigessenz. Füllen Sie den Wasserkocher dann bis leicht über den Kalkrand mit Wasser und gießen dann die Reiniger, Essig oder Essigessenz dazu. Lassen Sie alles aufkochen und danach etwa eine halbe Stunde einwirken. Mit dem Ausgießen sollte das Gerät schon wieder fast kalkfrei sein, die letzten Reste können Sie einfach auswischen. Kochen Sie danach noch einmal mit klarem Wasser nach, um letzte Rückstände zu entfernen.